So war’s … Blick zurück und zu dauerhaftem Gedenken

Johannes-Rau-Weg erinnert jetzt an Staatsbesuch

Vor 20 Jahren war Bundespräsident Johannes Rau zur Eröffnung des 101. Deutschen Wandertages in Iserlohn

Helfer und Unterstützer auf dem immer noch sehr beliebten Johannes-Rau-Weg

 

Iserlohn/SGV Land – In Iserlohn gibt es jetzt auf Initiative des SGV einen „Johannes-Rau-Weg“ – und das hat eine besondere Bedeutung für die Stadt, die Märkische Region sowie den SGV insgesamt. Wie’s dazu kam, zeigt die nachfolgende Dokumentation des Geschehenen.  

Iserlohn/SGV Land – In Iserlohn gibt es jetzt auf Initiative des SGV einen „Johannes-Rau-Weg“ – und das hat eine besondere Bedeutung für die Stadt, die Märkische Region sowie den SGV insgesamt. Wie’s dazu kam, zeigt die nachfolgende Dokumentation des Geschehenen.  
Es war vor 20 Jahren am 6. Juli 2001: Deutscher Wanderverband (DWV), Sauerländischer Gebirgsverein (SGV) und die Stadt Iserlohn erwarteten den höchsten Repräsentanten der Republik, Bundespräsident Johannes Rau (seit seiner Zeit als OB von Wuppertal Mitglied im SGV) anlässlich der Eröffnung des 101. Deutschen Wandertages. Das letzte Staatsoberhaupt, das Iserlohn besuchte, war König Friedrich Wilhelm IV. im Jahr 1842. Grund genug für den damaligen DWT-Organisationsleiter, SGV Vizepräsident Harald Kahlert (7.v.re.) und seine Mitstreiter, an diesen Neuzeit-Besuch zu erinnern. Der Bundespräsident wanderte 2001 mit den vielen Wanderakteuren zum Danzturm, dem Iserlohner Wahrzeichen, über den Fichtenweg zur Begrüßung der Wimpelwandergruppe.  Ein Anlass, beispielsweise mit der Umbenennung des Weges in "Johannes-Rau-Weg", daran zu erinnern. Schnell fand Initiator Kahlert dafür die Unterstützung beim 1. Vize-Bürgermeister Thorsten Schick (MdL – 4.v.li.) wie auch beim 2. Stellvertreter Michael Scheffler (beide langjährige SGV Mitglieder) und so beschloss der Rat der Stadt Iserlohn mehrheitlich die Umbenennung des Weges. Pünktlich zum 6. Juli 2021, 20 Jahre nach dem Besuch des langjährigen SGV Wanderfreundes Johannes Rau, traf man sich mit dem heutigen Bürgermeister Michael Joithe (2.v.li.) und Baurat Thorsten Grote (li.), um gemeinsam den traditionellen Weg zur Einweihung des Johannes-Rau-Weges erneut zu gehen, was für Joithe Ursache war, Wanderfreund zu werden und aktuell dem SGV beizutreten, um so seine Wertschätzung auszudrücken. Neben Vertretern des Iserlohner Stadtrates und der SGV Abteilung Iserlohn waren der damalige Landrat und heutige DWV-Vizepräsident Aloys Steppuhn (5.v.re.) und Altbürgermeister Klaus Müller (3.v.re.) dabei –  ferner stellvertretend für die SGV Aktiven der Bezirksvorsitzende David Wilkinson (3.v.li.). Neben dem tatkräftigen ehrenamtlichen Einsatz der einzelnen Arbeitsgruppen lobte Kahlert erneut die große Unterstützung durch die Mitarbeiter der Verwaltung, „denn ohne diese vielen Helfer hätte der 101. DWT damals nicht durchgeführt werden können“, betonte Kahlert.

Übrigens …
Vor 20 Jahren fand 2001 in Iserlohn der erste DWT nach dem 2. Weltkrieg statt. Es war die Idee des damaligen SGV Geschäftsführers Herbert Schult, die erste Wimpelwanderung zum folgenden Wandertag (damals nach Bad Berneck) durchzuführen. Daraus erwuchs eine neue Tradition:
Die Wimpelwanderung darf nur zu Fuß stattfinden – bis heute führte sie zu Austragungsorten und Wanderregionen in allen deutschen Landen und wurde so zu einem unerlässlichen Ritual, ohne die kein Wandertag eröffnet werden darf. Schult war es auch, der dafür als äußeres Zeichen den symbolträchtigen Wandertagswimpel stiftete.


Nach steilem Aufstieg Genuss der Sauerländer Bergwelt

An der Wallfahrtskapelle auf dem Halloh bei Calle rastete die Arnsberger Wandergruppe.

 

 

Arnsberg – „Das Land der tausend Berge zeigte sich von seiner besten Seite“, so benotete es Pressewartin Elvira Eberhard, als sie von der 20-Kilometer-Tour berichtete, zu der 15 Arnsberger SGV Wanderfreunde am 8. August ihre Wanderschuhe geschnürt hatten. Die Route führte oberhalb von Wenholthausen entlang als Rundwanderung ab Oesterberge. Erste Herausforderung war der steile Anstieg hinauf zur Markshöhe. Die herrlichen Rundblicke belohnten so manche Anstrengung. Vorbei am Startplatz der Gleitschirmflieger wurden in der Folge die Höhen von Braberg und Sülzberg erklommen sowie der Wallenstein umrundet (leider war der Zugang zur Burgruine Wallenstein unpassierbar). Über den Kreuzweg ging die Gruppe zur Wallfahrtskapelle auf dem Halloh, wo eine zünftige Mittagsrast eingelegt wurde. „Frisch gestärkt führte der Weg hinab nach Calle und weiter durch das Kelpketal über den SGV Wanderweg A6 wieder zurück nach Oesterberge, dem morgendlichen Ausgangspunkt“, so die Schlussbemerkung der Chronistin.  


Säarbeiten, Blühstreifen und Baumschnitt trotz Corona-Schutzmaßnahmen möglich

SGV Arnsberg dokumentiert aktiven Naturschutz

Naturschutz in der Praxis: Der SGV Arnsberg kümmert sich seit Februar 2019 engagiert um seine Streuobstwiese.

 

 

Arnsberg – „Wandern war beim SGV coronabedingt noch nicht wieder erlaubt“, so Arnsbergs SGV Naturschutzwart Dirk Brodersen, „aber die Betreuung der Streuobstwiese oberhalb des Kuhweges war auch in den Zeiten der Pandemie für mich eine Herzensangelegenheit“. Im Februar 2019 übernahm die SGV Abteilung die Patenschaft der Streuobstwiese und sogleich ging es im Juli mit der 1. Mahd so richtig voran. Im August 2019 folgten der Gehölzschnitt und das Anlegen einer Benjes- oder Reisighecke. Dies ist eine sinnvolle Verwertungsmethode für anfallende, abgeschnittene Äste und Grünschnitt. Gleichzeitig ist es eine Bereicherung für das Ökosystem, denn im Inneren solch einer Totholzhecke siedeln sich Käfer, Wildbienen und zahlreiche andere Insekten an, aber auch Spinnen, Würmer und viele weitere Tiere erobern diesen Kleinstlebensraum und machen sich an die Zersetzungsarbeit. Im Dezember 2019 erfolgte die Neupflanzung von Apfelbäumen auf dem Gelände, darunter Geheimrat Dr. Oldenburg, Alkmene, Goldparmäne, Rote Sternrenette und Roter Bellefleur. Die Auswahl der Sorten erfolgte nach dem Kriterium Blühzeitpunkt und zwar möglichst unterschiedlich, um das Spätfrostrisiko zu minimieren. Grundsätzlich pollenspendende  Bäume, mittelstarke Wuchsform sowie unterschiedliche Zeitpunkte der Pflückreife. Das Jahr 2020 begann im Februar mit dem Obstbaumschnitt. Da Frühjahr und Sommer 2020 sehr regenarm waren, bildete sich eine Gießgruppe von SGVern, die regelmäßig die Wasserversorgung der jungen Obstbäume organisierte. Da auf der Obstwiese kein Brunnenwasser zur Verfügung steht, wurden Wasserkanister mit PKWs zum Kuhweg transportiert, so dass eine optimale Versorgung der Jungpflanzen stattfand. Im September 2020 wurden Gehölzschnitt und Mahd durchgeführt und zum Abschluss des Jahres, im November 2020, waren Baggerarbeiten zum Egalisieren der Obstbaumwiesenötig. Das Jahr 2021 begann im Februar
mit umfangreichen Zaunreparaturen. Im März folgte der Baumschnitt und das Einebnen für einen Blühstreifen. Im April standen Müllentsorgung und Säarbeiten auf dem Einsatzplan. Die Investition in Zahlen: Bis April wurden 201 Stunden hierfür investiert. Die Arnsberger SGV Abteilung weiter: „Das Anlegen einer Streuobstwiese im Rahmen des Naturschutzes hat einen hohen Stellenwert und wir haben für solche Objekte nicht nur ein offenes Ohr, sondern auch Aktive, die tatkräftig anpacken und sich bei der Umsetzung der Vorhaben engagiert einbringen – das Ergebnis ist gut zu sehen bei der Streuobstwiese an der Ruhr“, bilanziert die SGV Abteilung ihren Einsatz auf diesem nachhaltig wirkenden Teilbereich der Vereinsarbeit.


„Blaue Blume“ tatsächlich gefunden – Entdeckung bei erster Wanderung 2021

 

Neheim - Viel Holz säumte den Weg der Wanderinnen und Wanderer des SGV Neheim auf ihrer ersten Wanderung des Jahres 2021 nach mehrmonatiger Corona-Pause. Gewidmet war sie der blauen Blume, und die Suche danach war schließlich von Erfolg gekrönt. Im Naturschutzgebiet Bleikuhlen bei Blankenrode am Eggegebirge wurde das seltene Galmeiveilchen, das weltweit nur hier auf bleihaltigen Böden vorkommt, entdeckt. Mit Wanderführerin Gisela Rose ging es dann weiter zur Stadtwüstung Blankenrode, wo im Mittelalter ein größerer Ort bestand, von dem heute nur noch mächtige Wälle, Gräben und wenige Mauerreste mitten im Wald existieren.


Radeln durch die Soester Börde und eine Wanderung „wie aus dem Bilderbuch“

Gruppenbild vor der Soester Wiesenkirche

 

Neheim – „Radeln durch die Soester Börde“ stand auf dem Programm des Wanderplanes der Neheimer SGVer. Der Rundkurs der Strecke führte unter der Leitung von Wolfgang Kylian (unsichtbar, weil am Auslöser) über Welver und Borgeln auch in das historisch geprägte Zentrum der alten Hansestadt Soest. Vor dem Portal der bekannten Wiesenkirche entstand das Erinnerungsfoto an die gemeinsame Unternehmung der Radwandergruppe, die endlich nach langer Corona-Pause wieder möglich wurde. Eine „Landschaft wie aus dem Bilderbuch“ erlebten die Teilnehmer einer Wanderung des SGV Neheim unter diesem Titel und der Leitung von Wilfried Hellmich. Bei bestem Wanderwetter, was in dieser Saison selten vorkam, ging es im Schmallenberger Sauerland unweit der Höhenlinie des Rothaarkamms über die aussichtsreichen Höhen im Raum Oberkirchen. Alle gelangten schnell zu der Überzeugung, dass die Überschrift für die Tagestour nicht zu viel versprochen hatte.


Erste Türme-Tour über 29 Kilometer vom Danzturm zum Ehrenmal am Sorpesee

 

Iserlohn/Langscheid - Vom Danzturm in Iserlohn zum Ehrenmal in Langscheid führte die 1. Turmwanderung – erdacht und ausgeführt vom SGV Langscheid/Sorpesee. Für die Organisation zeichnen sich verantwortlich Natja Becker (2. Frau mit Wanderstöcken auf erster Stufe) und Christoph Henke, der sich im Stephanopeler Tal ab Ispei der Gruppe anschloss. Unter der fachkundigen Wanderführung von Hans-Dieter (grünes Hemd) und Susanne Papenkort (re. oben) ging es für die 21-köpfige erste Wandertruppe bereits am frühen Morgen bei individueller Anreise zum Danzturm in Iserlohn, dem von Andreas Danne (oberste Reihe links) per Selbstauslöser dokumentierten Startpunkt der insgesamt 29 Kilometer langen Wanderstrecke in Richtung Stephanopeler Tal, wo sie von einer zweiten Wandergruppe erwartet wurden. Gemeinsam ging es weiter nach Balve-Sanssouci – alles getreu dem französischen Ortsnamen „Sans souci = Ohne Sorgen“. Nach einer gemütlichen und ausgiebigen Rast mit Stärkung durch Kaffee, Kuchen und Erfrischungsgetränke wanderte man gemeinsam durch eine zweite Verstärkung auf inzwischen 36 Personen angewachsenen Wandergruppe die letzten 7,5 km nach Langscheid. Deftiges rundete den ereignisreichen Wandertag ab.
Folgewanderungen sind bereits in Planung: Nach Mitteilung von Chronist Andreas Danne werden solche Themen-Touren einmal im Jahr angeboten. Dafür gibt es als Vorbild ein früheres 13-teiliges Wanderpaket unter dem Titel „Seenwanderungen“. „Bei den Türmen rechne ich mit gut und gerne zehn solcher Touren – es können bei den vielen Möglichkeiten im SGV Land aber auch mehr werden“, sinniert der Chronist.  


Mit Gisela Rose unterwegs auf dem Schlösserweg

 

Der Neheimer SGV Wanderplan lud zu Wandererlebnissen auf dem Schlösserweg ein und die Gruppe wollte sich nicht entgehen lassen, was Wanderführerin Gisela Rose für sie ausgewählt hatte.Im Verlauf der rund 14 Kilometer langen Route zwischen Langscheid und Balve ging‘s unter anderem vorbei am bekannten Kulturdenkmal Luisenhütte, ließ das landschaftlich reizvolle Orlebachtal auf sich wirken wie auch die namensgebenden Schlösser Wocklum und Melschede (Bild), wo es den Stopp für dieses Erinnerungsfoto gab.



Drei Müll-weg-Wanderungen – Aktion pro Natur und Umwelt

Setzen sich für Natur- und Umweltschutz ein: die SGVer der Abteilung Erkrath-Haan

 

Erkrath-Haan - Ausgerüstet mit Müllbeuteln und Schutzhandschuhen konnte Vorsitzender Karl-Heinz Hadder am 14. August 16 Wanderfreunde zu einer speziellen Themenwanderung begrüßen. Eingangs wies er auf eine der SGV Kernaufgaben in der Satzung hin, „wonach wir uns für die Verwirklichung von Natur- und Umweltschutz einsetzen – besonders an regional rund 100 Kilometern Wanderwegen im Erkrather und Haaner Gebiet, wo die SGV Abteilung im Bergischen Land ihren Schwerpunkt hat.“ Mit der S-Bahn ging es ins Aktionsgebiet: Der Weg führte nach Gödinghoven, wo ein erstes Zwischenergebnis notiert wurde – und das war erschreckend, gemessen an der Menge leerer Dosen, Flaschen, Kronkorken, Zigarettenschachteln und Kippen, die aufgesammelt wurden. Weiter wanderte die Gruppe an Haus Morp vorbei über einen steilen Anstieg zum Steinberg. „Erstaunlicherweise gab es hier keinen weggeworfenen Müll, wahrscheinlich, weil hier nur Wanderer unterwegs sind, die wissen, wie man sich umweltbewusst verhält“, so Vorsitzender Hadder. Entlang der Landstraße in Richtung Erkrath gab es dann erneut das erschreckende Szenario und viel Müll. Bei der aus der Vereinskasse gesponserten Schlusseinkehr wurden die bedrückenden Erkenntnisse inklusive Suche nach möglichen Auswegen aufgearbeitet, wie es sich für eine Bildungsveranstaltung gehört, die in Kooperation mit der SGV Wanderakademie NRW den Weg in den Wanderplan dieser Abteilung fand. Weitere Termine folgten am 18. September im Verlaufe des „Großen Gruitener Rundweges“ und am 23. Oktober auf dem „Großen Haaner Rundweg“, bei denen bedauerlicherweise gleiche Sammelergebnisse zu Protokoll genommen werden mussten.


Vom Walberla Ausblicke in alle Richtungen und unter Tage viele Höhlen zu Fuß erkundet

 

Langenfeld/Monheim – Anfang August verbrachte diese SGV Abteilung unter Leitung von Wanderführer Heinz Rund eine Wanderfreizeit in der Fränkischen Schweiz mit Standquartier in Gößweinstein. Gleich nach Ankunft ging es mit einer Erkundung des Standorts los. An den sieben folgenden Tagen stand der Felsenort Tüchersfeld mit seinen vielen Höhlen im Mittelpunkt und auch Burg Rabenstein - die vielen Wildblumenfelder stellten einen besonderen Erlebniswert dar. Vom Walberla, ein Tafelberg mit 513 Metern N.N. die höchste Erhebung der Fränkischen Schweiz, boten sich dank günstigen Wetters wunderbare Ausblicke in alle Himmelsrichtungen. In Streitberg war die Binghöhle (eine Tropfstein-Galeriehöhle) das Ziel, ein weiteres dann die Streitburg und die weithin sichtbare Burgruine Neideck. In Muggendorf erklommen die SGVer aus dem Bergischen einen Gebirgstrail und gelangten so zu dem imposanten Naturdenkmal der Höhlenruine Riesenburg. „Das liebliche Püttlachtal und das schöne Pottenstein bildeten den Schlusspunkt der beeindruckenden Wandertage, die viele Naturerlebnisse boten, die bei allen noch lange nachwirken werden“, berichtet Wanderwartin Waltraud Osing.


SGVer als Grenzgänger in der Sächsisch/Böhmischen Schweiz

Tolle Ausblicke auf besondere Felsformationen

 

Langenfeld/Monheim - Im Juli 2021 hatte sich eine Gruppe dieser Bergischen SGV Abteilung zum dritten Mal die Böhmische Schweiz als Ziel ihrer Wanderwoche ausgesucht. Diese einmalig schöne Wandergegend mit ihren besonderen Felsformationen liegt im Norden Tschechiens und bildet mit der Sächsischen Schweiz auf deutscher Seite eine Einheit. Und so ging es dieses Mal grenzenlos durch die Natur – mal hinüber, mal wieder herüber. Es wurden der Zirkelstein und die Kaiserkrone erklommen und auch die Rauensteine belohnten die SGVer mit einmalig und beeindruckend schönen Ausblicken. Einzigartig und zugleich informativ war auch der Besuch der Festung Königstein. Leider waren auch hier Waldschäden durch Trockenheit und den Borkenkäfer unübersehbar. Dafür ergaben sich als schwacher Trost neue und bisher unbekannte Ausblicke auf derart „freigelegte“ Felsformationen. Auch auf böhmischer Seite gab es viel Neues zu entdecken: so beispielsweise Basaltsteinbrüche am Zlaty vrch (Goldberg), die in ihrer Entstehung von den gewaltigen Kräften der Natur früherer geologischer Epochen zeugen. Erkundet wurde auch ein Aussichtsturm auf dem Studenec (Kaltenberg), der dank des entsprechenden Spendenaufkommens von vielen Wanderfreunden neu errichtet werden konnte. „Nach sechs eindrucksvollen Wanderungen bei viel sonnigem Wetter kam die Abreise gerade noch rechtzeitig vor einer in diesem Jahr erneuten Überflutung von Bad Schandau im Elbtal. Glück gehabt!“ ziehen die Chronisten Ines und Eberhard Loßner ihr Fazit von der Wandertour.



Auswirkungen der Flutkatastrophe an SGV Wanderwegen

Waldreinigung am „3TürmeWEG“ verlief anders als sonst

 

 

 

Der angestiegene Bach hatte eine enorme Kraft und brach einfach Teile des Weges weg.

Hagen/SGV Land – Die katastrophalen Wetterverhältnisse im Juli mit vielerorts und punktuell riesigen Regenmengen mit gigantischen Flutfolgen in der Folge haben an vielen Stellen im SGV Land auch große Auswirkungen auf das SGV Wanderwegenetz und dessen sicherer Begehbarkeit verursacht. Christoph Rosse vom Hagener SGV, der sich im Jahresverlauf mit den Wanderfreunden der SGV Einsatzgruppe „Bewegung 70+“ im Rahmen des ihnen Möglichen um die Qualität und Sauberkeit der Wanderroute „3TürmeWEG“ und um seine touristischen Plätze kümmert, hat dazu einiges notiert. Hier sein Protokoll: Unsere Waldreinigung „3TürmeWEG“, fest für den 21. Juli terminiert, erfolgte einmal ganz anders als sonst! Jede Abteilung des SGV in Hagen säubert den zertifizierten Wanderweg jeweils dreimal jährlich gründlich. Dazu gehören neben dem Waldweg auch die Bereiche um die drei berühmten Ausflugsziele und die Parkplätze. Die Feinarbeit am Weg und an den Böschungen ist durchaus anstrengend und vor allem zeitaufwändig.  Bei der Beseitigung des Grobmülls und Sperrguts werden wir vom Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) unterstützt. Dem ist auch zu verdanken, dass die Wege so rasch nach dem Flutereignis in unserer Stadt wieder grob hergerichtet wurden und wir am 21. Juli 2021 tätig werden konnten. Dass wir, die Gruppe „Bewegung 70+“, trotzdem nicht das idyllische Blickfenster auf Hagen genießen konnten, sondern unbedingt den Blick nach unten zu richten hatten, sollen die Bilder zeigen. Man sieht die Verhältnisse an den Parkplätzen unterhalb des Eugen-Richter-Turms und was die Gewalt des Wehringhauser Baches hinterlassen hat (Bild rechts). Es soll auch betont werden, dass nach Vorinspektion die geplante „Urlaubskorb“-Abendwanderung des SGV Hagen für Daheimgebliebene oder Zurückgekehrte am 20. Juli stattfinden konnte.

 

 

Wissenswertes zu „Bewegung 70+“

Den Hagener 3Türme-PremiumWEG gibt es seit 2013. Er ist bis heute der einzige Premium-Wanderweg im Ruhrgebiet. Wir von der SGV Abteilung Hagen reinigen den Weg seit Jahren in den Sommermonaten von Anfang April bis Ende September im Abstand von 14 Tagen, so dass er in jedem Jahr 12 Mal gereinigt wird. Wir sammeln in der Regel 1 bis 4 Säcke Müll, den dann die Wirtschaftsbetriebe Hagen (WBH) abholen. Wir melden der WBH auch, wenn auf dem Weg Müll, Unrat oder Sperrgut abgekippt worden ist. Wir haben einen Stamm von 25-30 Helferinnen und Helfern aus der SGV Abteilung, die die Sache unterstützen. Bei jeder Sammelaktion kommen 6-8 von ihnen zum Einsatz, so dass jeder 3-4mal im Jahr tätig wird und sich so alles auf viele Schultern verteilt.

von Karlheinz Gras (Pressewart SGV Hagen)


Ferdinand Ziese vermittelt Natur und Historie

Ferdinand Ziese

 

Schwerte - Schulkindern Kontakte zu Natur, Umwelt und Historie zu vermitteln, ist eine wichtige Aufgabe, die sich Ferdinand Ziese selbst gestellt hat – und die er bemüht ist, intensiv zu praktizieren. Zu dem Themenfeld gehören Führungen für Schulklassen möglichst junger Jahrgänge getreu dem Motto „Je eher und jünger, umso besser“. Lange Zeit konnten solche Schulstunden in der Natur coronabedingt nicht stattfinden – aber plötzlich hieß es im Juni: „Es geht endlich wieder los!“ So hat er sich spontan noch vor den Sommerferien mit 22 Kindern der Heideschule in Schwerte, Lehrerinnen und elterlichen Betreuerinnen auf den Weg gemacht und draußen eine kindgerechte Stadtführung mit „Geschichte & Geschichten“ durchgeführt. Für steigende Spannung sorgten zwischendurch einfache Zaubertricks, ferner standen im Fokus Wildkräuter, Bäume und Sträucher am Wegesrand, die er erklärte. Die Kinder waren fasziniert. Zwei Wochen später fand eine weitere Schulführung statt – weitere Termine sind in Vorbereitung.


Viel Freude bei den SGV Wanderern: Erste Wanderungen nach Coronapause aber doch mit Einschränkungen

Die "Trekki-Gruppe" zu viert auf Tagestour - hier an der Hönnequelle rund um Werdohl

 

DO-Aplerbeck - Laut Entscheidung der NRW-Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt vom 28. Mai 2021 sind Vereinswanderungen unter Leitung einer Wanderführung als Sport im Freien in NRW nun offiziell anerkannt. So konnte die SGV Abteilung DO-Aplerbeck kurz darauf ihr Wanderprogramm wieder aufnehmen und startete unter dem Motto „Gemeinsam statt einsam“ mit gleich zwei Wanderungen für Vereinsmitglieder am 6. Juni. Eine Wandergruppe wanderte noch eher als „Grüppchen“ zu dritt an der Nordhelle (Bild re.). Wanderführer Gerd Schramm musste seine Tour allerdings einige Male korrigieren, weil Waldstücke und Wege durch Holzfällarbeiten entweder nur schwer oder gar nicht passierbar - oder überhaupt gar nicht mehr existent waren. Die „Trekki-Gruppe“, wie Wanderführer Ulrich Heinzel seine Gruppe nennt, begann am gleichen Tag mit einer Tagestour rund um Werdohl und zudem ebenfalls „etwas zaghaft“ zu viert. Die Route verlief über den Wacholderberg, Gut Ruckeljahn, vorbei an der Hönnequelle (Bild links) und über Wilhelmshöhe und Hexentanzplatz. Es war ein erlebnisreicher Wandertag mit vielen Eindrücken. Am Ziel zeigte des Wanderführers Navi 28 gewanderte Kilometer bei stolzen 800 Höhenmetern an. Für den (Wieder-)Anfang nach langer Pause bedeuten die Werte gute und stattliche Leistungen. Der dritte Wanderausflug erfolgte eine Woche später am 13. Juni bei gewachsener Beteiligung rund um Veserde: Zehn begeisterte SGVer begleiteten Wanderführer Gerd Schramm bei seiner etwa 19 km langen Tour. Die verdiente Einkehr zum Wanderabschluss war mit Kaffee und Kuchen bei „Holzrichter“. Die Innengastronomie war noch nicht freigegeben, für draußen aber war kein Testnachweis mehr nötig.  

Endlich wieder als Gruppe wandern.

Einsatz mit Kneifzangen für "Dreck weg"

 

Castrop-Rauxel - Zwei Gruppen mit insgesamt zehn Wanderfreunden aus den Reihen dieser vielfältig aktiven SGV Abteilung im östlichen Ruhr-Revier beteiligten sich an der städtischen Frühjahrs-„Aktion Platzverweis dem Dreck“ für beliebte Naherholungsbereiche.
Im Verlauf des Deininghauser Baches zwischen den Stadtteilen Dingen entlang der Dorlohstraße und östlich von Deininghausen sowie im Beerenbruch bis zum Schwarzen Weg wurde der achtlos weggeworfene Unrat in fünf pinkfarbenen Müllbeuteln von den Rändern der Straßen und aus dem Gebüsch mittels besonderer ‚Kneifzangen‘ gesammelt. Leere Blechdosen und Schnapsflaschen, Papiertaschentücher, auch Corona-Masken, ferner leere Zigarettenschachteln und Unmengen von Filtern der Filterzigaretten waren die fette Beute der fleißigen Sammler. „Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, denn Straßenränder, Gräben und Gebüsch am Wegesrand zeigten nun ihre natürliche Schönheit“, gab der Vorsitzende Manfred Pietschmann (stehend, 2.v.li.) zu Protokoll, der auch zu den zehn Umweltaktiven gehörte. Die Müllbeutel wurden auf dem Bauernhof Menken (er ist auch Werbepartner beim SGV Wanderplan) zur Abholung durch den städtischen Entsorgungsbetrieb bereitgestellt. „Hier hatten sich zu Beginn der Aktion die ehrenamtlichen Müllsammler vor ihrem Einsatz mit einem Kaffee gestärkt, danach nahmen einige dort auch noch ihr Mittagessen ein“, so der Vorsitzende. Anmerkung der Redaktion: So sieht praktizierte Kooperation
mit Partnern des SGV aus.  


„Stonehenge“ hat eine jahrtausendealte Geschichte

Herne - Das Museum für Archäologie des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Herne zeigt aktuell die Geschichte von Stonehenge, dem weltbekannten und berühmten Steinkreis in Südengland, der ein Beispiel für vorgeschichtliche Bau- und Ingenieurskunst ist. Er war Teil einer rituellen Landschaft und hat eine jahrtausendealte Geschichte. Die Ausstellung stellt das archäologische Denkmal der gleichzeitigen Entwicklung und den gegenwärtigen menschengemachten Landschaften in Westfalen gegenüber. In der Schau bewegen sich die Besucher durch analoge und virtuell rekonstruierte Landschaften und erleben die Ausmaße des Steinkreises durch detailgetreue Repliken in Originalgröße. Ausgewählte Funde zeigen, mit welchen Mitteln die Landschaften geformt wurden. Die Ausstellung kann bis zum 25. September 2022 besucht werden - weitere Infos auch für einen Platz in einem örtlichen SGV Wanderplan:
www.stonehenge-ausstellung.lwl.org



Volker Sturm mit viel Lob verabschiedet

Volker Sturm tritt nach 40 Jahren zurück.

Lippstadt - Volker Sturm trat 1968 in den SGV Lippstadt ein und wurde schon kurze Zeit später im Vorstand als Naturschutzwart tätig, was bis dato – also über 50 Jahre – andauerte. Jetzt trat er von seinem Amt zurück und wurde mit viel Lob und Anerkennung sowie guten Wünschen für die Zukunft bedacht. Vielen SGVern wird in Erinnerung bleiben, wie er bei seinen Frühwanderungen am 1. Mai interessierten Wanderfreunden die Vogelstimmen sowie wissenswerte Informationen über die heimischen Vögel näher brachte. Weiter pflegte er einen intensiven Kontakt zu anderen Naturschutzorganisationen und war regelmäßig Teilnehmer bei den Tagungen für Naturschutzwarte des SGV Gesamtvereins in Arnsberg. Ende 2018 würdigte der SGV Gesamtverein sein langjähriges und spezielles Engagement mit der Verleihung seines Ehrenzeichens in Silber (Bild), die ihm vom örtlichen Vorsitzenden Klaus Mosses (links) verliehen wurde.


Statt Wochenende mit Übernachtung zwei Tagestouren für Väter und Kinder sowie ein Fahrtechnikkurs

 

Langscheid/Sorpesee - Erneut musste sich diese SGV Abteilung auch in diesem Jahr eine Alternative zur beliebten und schon durch mehrjähriges Angebot üblich gewordenen Väter- und Kinderradtour einfallen lassen. Familienwart Christoph Wilmes organisierte coronabedingt statt der 2-tägigen Tour mit Übernachtung zwei Fahrradtouren an zwei Einzeltagen. An einem Samstag führte die ca. 45 Kilometer lange Route für vier Väter und neun Kinder über die HenneseeSchleife des SauerlandRadrings. Sonntags starteten dann vier Väter und zehn Kinder die ca. 46 km lange zweite Radtour vom heimatlichen Langscheid nach Wildewiese und wieder zurück. Es wurde aber nicht nur in die Pedale getreten, sondern beim Rasten auch geklettert, zum Beispiel auf am Wegesrand liegende Baumstämme. Außerdem sorgte die Wanderjugendgruppe der SGV Abteilung für ein Mehr an Freude beim Radeln und vor allem mehr Sicherheit im Gelände mit einem Mountainbike-Fahrtechnikkurs: Zusam-
men mit dem örtlichen Partner „EASY-BIKING“ wurden interessierten Kindern Grundkenntnisse des Mountainbikens nähergebracht.    
Insgesamt zwei attraktive Angebote, die zeigen, dass sich der SGV in Langscheid allerhand einfallen lässt und gerade in den schwierigen Corona-Zeiten in seinem Wanderplan nachhaltige Angebote für den Vereinsnachwuchs anbietet – die erzielte Begeisterung bei der Zielgruppe fing übrigens Christoph Wilmes als Fotograf ein.


Spezielle Finanzen als Sondermittel für Jugendaktionen

Kassel - Die Deutsche Wanderjugend (DWJ) bekommt 127.000 Euro an Corona-Sondermitteln vom Jugendministerium. Die Finanzen stammen aus einem Aufholpaket mit Finanzmitteln, die dafür gedacht sind, dass „Kinder und Jugendliche Neues entdecken und eine Welt nach der Pandemie erleben“. Es ist bestimmt für den Zeitraum noch bis 31. Dezember 2021. Der DWJ-Bundesverband wird das Geld an die Vereine und Ortsgruppen weiterleiten. Auch für 2022 wird es ein Aufholpaket mit Corona-Sondermitteln geben. Torsten Flader, Geschäftsführer der DWJ in Kassel,
ermuntert daher alle Vereine und Ortsgruppen, noch für 2021 sowie 2022 Jugendmaßnahmen zu planen und sich wegen der Fördermittel mit der DWJ-Bundesgeschäftsstelle in Verbindung zu setzen.