Foto © SGV Naturschutzzentrum

 

 

Natur und Umwelt schützen sowie Ehrenamt stärken – erfolgreich umgesetzt

Viele Vereine und Verbände stellen sich tagtäglich den Herausforderungen der Überalterung und der rückläufigen Bereitschaft, sich in Gremien zu engagieren. Der Sauerländische Gebirgsverein e. V., als der größte Wander-, Freizeit- und Naturschutzverein in NRW, ist sich seiner Leitungsfunktion bewusst und unterstützt seit Jahren seine rund 180 Ortsgruppen sowie weitere Vereine und Verbände in Westfalen aktiv in den Handlungsfeldern „Natur und Umwelt schützen“ sowie „Ehrenamt stärken“. Dank der Unterstützung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe LWL-Naturfonds konnte in den letzten Monaten mit dem Projekt Blatt für Blatt ein weiterer wichtiger Baustein umgesetzt werden.

Mit neun Projektvereinen wurden über ein Jahr in speziellen Workshops, Arbeitsgruppen und Einzelberatungen wichtige Bausteine in den Bereichen Umwelt- und Naturschutz und Vereinsentwicklung erarbeitet und erfolgreich implementiert. Die SGV Ortsvereine Unna, Lippstadt, Balve, Bergisches Land, Dortmund-Aplerbeck, Eiringhausen, Hilchenbach, Grafschaft und Hüsten haben mit viel Engagement und Kreativität Naturschutzmaßnahmen konzipiert, beworben und teilweise schon umsetzen können. Dank einer zielgruppenspezifischen Ausrichtung und Bewerbung der Maßnahmen über die klassischen und neuen Medien wurden die Aktionen, wie die beiden Beispiele aus Balve und Hilchenbach zeigen, von den Mitgliedern und Gästen sehr gut angenommen. Das Projekt kann feststellen, dass zum einen der Erfolg positiv in den Verein wirkt und sich weitere ehrenamtliche Kräfte mobilisieren sowie zum anderen die beteiligten Vereine durch die öffentliche Wahrnehmung potenzielle neue Mitglieder gewinnen können. Dabei kann gerade die aktive Naturschutzarbeit als Schlüsselthema fungieren, um insbesondere jüngere Generationen für die aktive Vereinsarbeit zu begeistern. Für eine aktive, nachhaltige Vereinsarbeit bedarf es zudem des Aufbaus und der Umsetzung zukunftsfähiger Vereinsstrukturen. Dies stellt jedoch ohne individuelle Beratung und Begleitung eine Herausforderung für kleine Vereine dar.

Im ersten Workshop „Nachhaltigkeit im Vereinsgebiet“ haben sich die Projektvereine gemeinsam mit der Entwicklung von Naturschutzaktionen befasst. Das nachfolgende Modul zur Vereinskommunikation setzte dann die Grundlagen für eine erfolgreiche Außenkommunikation mit dem Fokus Social Media. Momentan befindet sich „Blatt für Blatt“ in der Umsetzungsphase der Naturschutzaktionen, die in den nächsten Wochen und Monaten durchgeführt werden. Parallel hat sich die Projekt-gruppe im Baustein „Nachhaltigkeit im Vereinsleben“ mit der Vereinsentwicklung beschäftigt. Das Modul der internen Vereinskommunikation und -struktur bildet den grundlegenden Rahmen, um Menschen nachhaltig für Vereine und Verbände aktivieren zu können. Die SGV Geschäftsstelle stellt den SGV Ortsgruppen und weiteren interessierten Vereinen und Verbänden gern weitere Infos zur Verfügung.

Kontakt:
zukunft@sgv.de

 

 

 

 

 

 


 

 

Greenwashing oder wirklich nachhaltig?

Beim diesjährigen Schlabberkappes, dem Nachhaltigkeitsfestival in Arnsberg, waren wir mit einem Bildungsstand vertreten – und der Andrang zeigte: Das Thema Greenwashing trifft einen Nerv. Doch was verbirgt sich dahinter? Greenwashing bezeichnet irreführende Werbeversprechen, mit denen Unternehmen Produkte grüner darstellen, als sie wirklich sind. „Klimaneutral", „umweltfreundlich", ein selbst erfundenes Öko-Siegel – solche Aussagen begegnen uns täglich im Supermarkt. Dahinter steckt oft wenig Substanz. Ab dem 27. September 2026 gelten in Deutschland neue Regeln. Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb wird verschärft.  Aussagen wie „klimaneutral", die allein auf CO₂-Kompensationsprojekten beruhen, sind dann ausdrücklich verboten. Auch vage Begriffe wie „nachhaltig" oder „grün" ohne konkreten Nachweis werden unzulässig. Nachhaltigkeitssiegel müssen künftig auf einem anerkannten Zertifizierungssystem basieren – mit unabhängiger Prüfung. Am Stand haben wir gemeinsam mit Besucherinnen und Besuchern echte Produkte unter die Lupe genommen und manches entpuppte sich als deutlich weniger grün als gedacht.