Helmut Rittinghaus

Im Mai hat Helmut Rittinghaus im Alter von 77 Jahren seine letzte Wanderung angetreten. Bis zum Jahr 2015 hatte er die SGV Abteilung Rahmede geleitet – immerhin über einen Zeitraum von 23 Jahren. „Helmut hat in unserer Abteilung die Reisen angestoßen“, erklärte die aktuelle Vorsitzende, Marie Luise Elhaus in einem Zeitungsbericht. „Das hat unserer Abteilung viel gebracht“, erinnert sie sich an die Aktivitäten ihres Vorgängers. Ziel der Reisen war oft die Sächsische Schweiz, aber auch Dresden. Apropos Dresden: Der Frauenkirche galt Helmut Rittinghaus´ besondere Aufmerksamkeit. Um die Jahrtausendwende gründete er auf lokaler Ebene einen Förderverein, um den Wiederaufbau des zerstörten Gotteshauses zu unterstützen. Überdies war er maßgeblich an der Gründung des Heimat- und Bürgervereins Rahmede beteiligt. Helmut Rittinghaus kümmerte sich auch jahrzehntelang um die Ausgestaltung des Volkstrauertages. Für sein beispielhaftes bürgerschaftliches Engagement wurde er 2013 mit dem Bürgerpreis der Stadt
Altena ausgezeichnet.


Prof. Dr. Werner Möllers

Werner Möllers ist seit 2009 Mitglied der Abteilung Iserlohn, engagierter Wanderführer, und das nicht nur im SGV, sondern auch in seiner zweiten Wahlheimat Eutin im Wanderverein Ostholstein e.V. Er übernahm 2019 den stellv. Vorsitz des SGV Bezirk Mark und hat nun seine letzte Wanderung angetreten. Binnen viereinhalb Wochen nach positivem Corona-Test verlor er den Kampf gegen diese heimtückische Krankheit. Wanderfreund Möllers, der nie Wert auf seine Titel legte, brachte neuen Schwung in die Vorstandsarbeit des Bezirkes, wurde schnell zu einem wichtigen Impulsgeber im Vorstandsteam und suchte neue Lösungswege, um scheinbar unüberwindliche Probleme zu lösen. Für die Abteilung Iserlohn ein herber plötzlicher Verlust dieses beliebten engagierten Wanderfreundes. Er unterstützte seine Ehefrau, Frauke Ilg-Möllers, in ihrer Arbeit als beratendes Mitglied des SGV Präsidiums für Aus- und Weiterbildung als Vorsitzende des Beirates der SGV Wanderakademie NRW. Auch seine Gattin wurde positiv auf Covid 19 getestet. Unsere Wanderfreundin konnte die Infektion überstehen.


Lothar Hahn

DO-Brackel - Das, was 1951 im jugendlichen Alter von 15 Jahren bei der Abteilung DO-Brackel begann, sollte ihn sein ganzes Leben begleiten, dessen Bühne er Mitte Januar im Alter von 84 Jahren verließ – der SGV und sein buntes Vereinsleben. Und: Er war keinesfalls „nur“ Mitglied, sondern engagierte sich in der langen Zeit in verschiedenen Fachbereichen und der Vereinsführung. Jugendwart, Wander- und Bezirksjugendwart waren die ersten Positionen – es folgten Volkstumswart und Verantwortlicher für die Pressearbeit, Mitarbeit beim Jugendmagazin „Der junge Wanderer“ des SGV Gesamtvereins, später über 30 Jahre bis 2015 Redakteur des Vereinsnachrichtenblattes. Auf örtlicher Ebene waren erst Vize- und dann Vorsitzender sowie Beisitzer im Vorstand weitere Stationen – regional folgte der Vize-Vorsitz beim SGV Bezirk Dortmund-Ardey. Es machten aber nicht nur Ämter und Funktionen sein ehrenamtliches Engagement aus, sondern auch viel an praktischen und kreativen Tätigkeiten. Kinder-Weihnachtsfeiern, Karnevalsfeiern und Herbstfeste sind dafür Stichworte, wie auch zwei Vereinsjubiläen zum 70- und 90-jährigen Bestehen, für die er redaktionell die Festschriften erstellte. Als Neuerung entwickelte er Fahrrad-Autowanderungen und führte viele Jahre Radtouren im nahen Münsterland durch. 2014 schrieb er das Programm zum 16. Ökumenischen Gottesdienst. Sehr am Herzen lag ihm das SGV Ehrenmal auf dem Kohlberg – seine Spende für dessen Erhalt gehörte 2019 zu den frühen Eingängen auf dem Konto. Der außergewöhnliche Höhepunkt des Vereinsengagements ist herauszustellen: Als die Abteilung 2009 ohne Vorsitzenden war und damit kurz vor dem Aus stand, war er „Retter in der Not“ mit der Wirkung: es folgten für ihn bis 2015 sechs Jahre als Vorsitzender. All dieses vorbildliche Tätigsein würdigte der SGV Gesamtverein mit der Verleihung seiner Ehrenzeichen in Silber (1981) und Gold (2011). Über lange Zeit war Ehefrau Ingrid als Familienmitglied an seiner Seite, die jetzt die Vollmitgliedschaft übernommen hat und fortsetzt.


Wolfgang Fink

Der Bezirk Unterlenne trauert um seinen Vorsitzenden Wolfgang Fink, der den Kampf gegen seine schwere Krankheit verloren hat und im Alter von 68 Jahren verstorben ist. Seit dem Jahr 2003 hat sich Wolfgang Fink um den Bezirk Unterlenne verdient gemacht: Zunächst als 2. Vorsitzender, dann ab 2014 als 1. Vorsitzender. Am 1. Januar 1976 war er in die SGV Abteilung Plettenberg eingetreten, nach deren Auflösung wechselte er 2014 zur Abteilung Evingsen. Im Januar 1987 erhielt er das Silberne Ehrenzeichen, im Juli 1996 das Goldene Ehrenzeichen. Wolfgang Fink war auch Mitglied des SGV Präsidiums: Zunächst 2015 als stellvertretender Regionalvertreter des Märkischen Sauerlandes, ab 2016 als Gebietsvertreter der Bezirke, Gebiet Süd/West. Durch seine Arbeit in den verschiedenen Führungsgremien gestaltete Wolfgang Fink in all den Jahren das Vereinsleben des Sauerländischen Gebirgsvereins intensiv mit. Der Nachruf des Bezirks Unterlenne endet mit dem Bekenntnis: „Wir werden ihn vermissen, aber nicht vergessen und sein Gedenken in Ehren halten.“


Hans-Joachim Schlömer

Die SGV Abteilung Dortmund-Hörde trauert um ihren Wanderfreund Hans-Joachim (Jochen) Schlömer, der im Alter von 78 Jahren an den Folgen einer Covid-19-Infektion verstarb. Er gehörte über 61 Jahre der SGV Abteilung Hörde an. Über mehrere Jahre wirkte er im Vorstand als Beisitzer mit. Seine Ideen, besonders bei der Gestaltung von Vereinsfesten, wurden gerne wahrgenommen und umgesetzt. Jochen liebte die Musik. Was lag dann näher, als die Vereinsmitglieder bei Abteilungsabenden und Vereinsfahrten mit seinem Akkordeonspiel zu erfreuen? Darüber hinaus leitete er lange Jahre die Volkstanzgruppe der Abteilung. Für seine ehrenamtliche Arbeit, die eine echte Bereicherung des Abteilungslebens darstellte, danken ihm seine Wanderfreunde herzlich. „Jochen wird uns allen in guter Erinnerung bleiben, und wir werden sein Andenken in Ehren halten. Unser Mitgefühl gilt seiner Ehefrau und seiner Familie“, heißt es im Nachruf.


Marlies Lauschner

Schwerte – Diese SGV Abteilung trauert um ihr Vorstandsmitglied Marlies Lauschner, die am 1. Februar im Alter von 85 Jahren verstarb. Sie war 30 Jahre SGV Mitglied und hat das Vereinsleben aktiv mitgestaltet. Von 2005 bis 2021 wirkte sie mit großen Verdiensten als Volkstumswartin und aktiv als Leiterin der Musikgruppe – seit 1993 organisierte sie die Singabende sowie ab 1999 die bekannten und beliebten Frühlings- und Herbstsingen. 2020 wurde ihr Einsatz für die Abteilung insgesamt und besonders für die Musikgruppe vom SGV Gesamtverein mit seinem Ehrenzeichen in Silber gewürdigt.


Erwin Stein

Herscheid – „Er war ein zuverlässiger Heimatfreund – die Liebe zur Natur, die Verbundenheit zu seiner Heimatgemeinde Herscheid und sein uneigennütziges, ehrenamtliches Wirken zum Wohl der Herscheider Bürger – all das hat ihn über Jahrzehnte ausgezeichnet“, heißt im Nachruf des Abteilungsvorstandes zum Tod von Erwin Stein, der am 1. März nach 66 Jahren SGV Mitgliedschaft und fast 50 Jahren aktiver Vorstandsarbeit (21 Jahre Wanderwart, 28 Jahre Vizevorsitzender) seine letzte Wanderung antrat. In dieser langen Zeit hatte er maßgeblichen Anteil am erfolgreichen Wirken der Abteilung für die Mitglieder und die Allgemeinheit. Dies trifft besonders auf Planung und Durchführung der Volkswanderungen „Rund um Herscheid“ zu, die von 1969 bis 1992 über 54.000 Wanderer nach Herscheid und ins Ebbegebirge lockten. Ferner ist sein Anpacken beim weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannten Reibekuchenbacken festzuhalten: Was einst 1971 auf der Nordhelle begann, wurde in den Folgejahren in Ober-Stuberg und ab 1983 auf dem Hof Alberts in der Ortsmitte fortgesetzt. Wanderfahrten, Erstellung des Herscheider Wanderbuches, vogelkundliche Wanderungen gehörten auch zu seinen Tätigkeitsfeldern. Für seine vielfältigen Verdienste ernannte ihn die SGV Abteilung 2013 beim Ausscheiden aus dem Vorstand zum Ehrenmitglied. Zuvor hatte er bereits für sein starkes Engagement die Ehrungen des SGV Gesamtvereins in Silber und Gold erhalten.


Horst Meurisch

Hagen - Die SGV Abteilung Hagen trauert um ihr Ehrenmitglied Horst Meurisch. Er ist nach langer und bis zuletzt erfolgreicher Vereinsarbeit am 13. Januar im Alter von 81 Jahren verstorben.  Mit ihm verliert die Abteilung einen sehr treuen Wanderfreund, der sich seit dem Eintritt im Jahre 1977 in vielfachen Funktionen ins Vereinsgeschehen eingebracht hat. Er war lange Wegewart der Abteilung und des SGV Bezirks – „er hat maßgeblich die Digitalisierung der Abteilungswanderwege vorangebracht. Immer, wenn er gebraucht wurde, war er zur Stelle“, heißt es in einem Nachruf. Für den unermüdlichen Einsatz und seine Verdienste wurde er vom SGV Gesamtverein mit dessen Ehrennadeln in Silber und Gold ausgezeichnet – 2015 folgte die Ehrenmitgliedschaft der Abteilung. Die Abteilung beabsichtigt, einen neu konzipierten Rundwanderweg nach ihm zu benennen.


Erich Friederich

Herne – Diese SGV Abteilung im Ruhrgebiet trauert um ihren Wanderwart, der seit 2014 für den Wanderplan verantwortlich zeichnete. „In die Vereinsgeschichte eingehen wird die 2020 erfolgte Gründung des Angebotes von Senioren-Wanderungen“, so Vorsitzender Erich Plewka, der in seinem Nachruf darauf verwies, dass Erich Friederich auch seit sechs Jahren als Kassierer die Vereinsfinanzen betreute. Aus diesen jetzt personell vakanten Funktionen wird deutlich: „Er hinterlässt eine große Lücke, die wohl nur mit großen Anstrengungen geschlossen werden kann“, so der Vorsitzende.


Franz Köper

Repetal – Diese SGV Abteilung  im Südsauerland nahm Abschied von ihrem langjährigen Vorstandsmitglied Franz Köper, der am 18.11.2020 im Alter von 85 Jahren verstarb. Von November 1999 bis November 2011 war er Seniorenwart (das Bild entstand bei seiner Verabschiedung aus dem Amt) – in Würdigung seines Einsatzes für die Vereinsarbeit wurde er im November 2013 zum Ehrenvorstandsmitglied der Abteilung ernannt. Sein unermüdliches Engagement um die Vereinsmitglieder der Altersgruppe „Senioren“, seine stets zuvorkommende, humorvolle und kameradschaftliche Art und Weise machten ihn sehr beliebt.


DWV NACHRUF Paul Bohl

Kassel – Paul Bohl, Träger der Karl-Carstens-Medaille und langjähriges Vorstandsmitglied des Deutschen Wanderverbandes (DWV), ist am 17. Januar gestorben. Bohl engagierte sich regional als Vizepräsident im Rhönklub und wurde 1978 Fachwart für Kultur und Heimatpflege des bundesweit agierenden DWV. Unter dem Motto „Wandern ist Kultur“ erweiterte der Pädagoge den Blick in vielen Wandervereinen. Für einen Perspektivwechsel sorgte Bohl auch beim Begriff „Heimat“, etwa 2002 in der DWV-Veröffentlichung „Standpunkt Heimat“. Wichtige Akzente setzte er nicht zuletzt 2002 anlässlich des 102. Deutschen Wandertages in Wunsiedel mit dem Motto „Heimat in Europa“. Für seine wegbereitende Kulturarbeit und dem von ihm initiierten lebendigen Informationsaustausch mit den regionalen DWV-Mitgliedsvereinen wird Paul Bohl der Wanderbewegung auf immer in guter Erinnerung bleiben.