SGVer beim europäischen Wanderfestival ''Eurorando'' in Rumänien

Foto: © privat

 

Ende September nahmen 15 Wanderfreunde aus dem Hochsauerland am Europäischen Wanderfestival "Eurorando" in Sibiu teil. Die Stadt liegt in Siebenbürgen (Rumänien) und war 2007 europäische Kulturhauptstadt. An den ersten zwei Tagen standen Wanderungen auf dem Programm. Startpunkt der ersten war die "Hohe Rinne" im Cindrelgebirge, einem Teil der Südkarpaten in 1.900 m Höhe. Über teils sehr schwieriges Gelände ging es hinab in das schöne kleine Dorf Rasinari. Eine Bauernfamilie hatte uns zur Verkostung von regionalen Käsespeziali­täten eingeladen, zusammen mit diversen Weinen und dem berühmten rumänischen Zwetschgenbrand. Der zweite Wandertag führte bei strahlendem Sonnenschein durch das Ciatragebirge Richtung Sibiel. Eine leichte Tour durch herrliche Mischwälder, oft unter­brochen mit großartigen Aussichten auf die umliegende Hügellandschaft. In Sibiel hatte wiederum eine Bauern­familie zu einem reichhaltigen Mittagessen geladen. Höhepunkt war ein Bad in den salzhaltigen Seen von Ocna SibiUlui. Bei einer Besichtigung der Altstadt von Sibiu lernten wir die Geschichte der Stadt sowie die zahlreichen Sehens­würdigkeiten näher kennen. Sibiu wurde im 12. Jh. von Hermann von Nürnberg gegründet, daher der alte deutsche Name Hermannstadt. Bei der "Europaparty" am Mittwoch trafen sich in einem rustikalen Restaurant viele Wanderer aus Spanien, Italien, Tschechien, Frankreich und Deutschland. Aus der ausge­zeichneten Küche wurden rumänische Spezialitäten serviert, jeder Gang unterbrochen von Folkloredarbietungen. Beim Tanz stieg die Stimmung und viele internationale Begeg­nungen kamen zustande. Am nächsten Wandertag trennte sich die Gruppe der Sauer­länder. Zwei wagten sich in das Hochgebirge der Karpaten in Höhen über 2.400 m mit fantastischen Aussichten bis in die Walachei. Der Rest der Gruppe wanderte in der Rucar­gegend um Cincsor. Der vorletzte Tag bescherte uns einen Ausflug zu den Welt­kulturerbestätten der Unesco nach Sighisoara und Biertan. Zuerst eine Zitadelle mit farbenfroher mittelalterlicher Be­bauung, dann eine Kirchenburg mit drei Ringmauern. Es war für alle eine wunderbare Tour in ein unbekanntes Land. Die Gastfreundschaft der Rumänen, die Begegnungen mit Freunden aus Europa und tolle Wanderungen bleiben in Erinnerung. Hansgerd Bosch von der SGV Abteilung Sied­linghausen hat die Reise organisiert, bei der wir das Sauer­land, unsere Heimat, würdig vertreten haben. Dazu trug auch das bei offiziellen Anlässen getragene gemeinsame Outfit bei, gesponsert vom Land NRW sowie von örtlichen Politikern.
Text: Hansgerd Bosch


EWV und Europarat

Der Verwaltungsrat des Erweiterten Teilabkommens (EPA) über Kulturrouten des Europarates hat der EWV am 9. Juni 2021 den assoziierten
Status zuerkannt. „Das ist als eine hochwertige Anerkennung der Arbeit der Europäischen Wandervereinigung zu werten“, so der langjährige EWV-
Vizepräsident Jörg Haase (SGV/DWV – heute EWV-Ehrenmitglied). Vorausgegangen war ein jahrelanges Mühen, eine Zusammenarbeit mit Gremien auf EU- und Europarat-Ebenen erst einmal zu erreichen und dann auch zu etablieren, „was uns nunmehr gelungen ist“.


Bundespräsident Steinmeier und DWV-Präsident Rauchfuß im Gespräch

Berlin/Das Grüne Band - Während einer gemeinsamen Wanderung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (2.v.li.)  und des Präsidenten des Deutschen Wanderverbandes (DWV), Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß (vorn re.), bat Rauchfuß den Bundespräsidenten um Unterstützung. Um das Wandern in Deutschland weiter zu ermöglichen, seien finanzielle Förderung und strukturelle Veränderungen nötig. Rauchfuß: „Gerade während des Corona-Lockdowns war es wichtig, sich mit der Familie, dem Partner oder der Freundin draußen bewegen zu können. Das hat viel zum familiären und sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft beigetragen.“ Der durch Corona ausgelöste Drang nach draußen werde sich in den kommenden Jahren fortsetzen, so der DWV-Präsident. Umso wichtiger sei eine gute Wanderinfrastruktur, die Einheimische und Besucher dem ehrenamtlichen Engagement in den Vereinen zu verdanken hätten. Ohne institutionelle Förderung sei diese Arbeit jedoch künftig nicht mehr zu leisten. Rauchfuß bat Steinmeier als Schirmherr des DWV hier um Hilfe. Die Wanderung führte am 11. Juli entlang des Grünen Bandes an der Grenze von Hessen und Thüringen. Begleitet wurden Steinmeier und Rauchfuß von den beiden Ministerpräsidenten aus Hessen und Thüringen, Volker Bouffier und Bodo Ramelow.

Foto: © J. Koch / Bundespräsidialamt

Harald Zehetner ist 1.000ster Gesundheitswanderführer

1.000ster DWV-Gesundheitswanderführer®

Weil der Stadt/Kassel - Harald Zehetner aus Backnang ist am 6. Juni zum bundesweit 1.000sten DWV-Gesundheitswanderführer® zertifiziert worden. Gemeinsam mit zwölf anderen Teilnehmenden legte er in Weil der Stadt erfolgreich die Prüfung ab. Das Zertifikat sowie den Bildband „Wanderbares Deutschland" überreichte ihm Vize-Präsidentin Regine Erb (Schwäbischer Albverein). Der Kurs in Weil der Stadt, durchgeführt vom DWV in Kooperation mit der Heimat- und Wanderakademie Baden-Württemberg, ist der 64. Kurs. Die meisten Fortbildungen fanden in Kooperation mit den Heimat- und Wanderakademien im DWV statt. Aber auch touristische Destinationen oder Krankenkassen wie die AOK Bayern oder die BKK Pfalz gaben bereits Kurse beim DWV in Auftrag.