Freuen sich auf die Sonderausstellung 2024 zum Bierbrauen im Sauerland: Dr. Oliver Schmidt, Leiter des Sauerland-Museums, Veltins-Generalbevollmächtigter Michael Huber und Landrat Dr. Karl Schneider (v. l.). Foto: © Veltins

 

 

Ausstellung übers Bierbrauen im Sauerland-Museum zum Brauerei-Jubiläum 2024

Tradition fühlen, schmecken und erleben

Das Sauerland-Museum und die Brauerei C. & A. Veltins werden 2024 gemeinsam die Jahresausstellung auf den Weg
bringen, die erstmals in umfangreicher Weise die sauerländische Brautradition vom Mittelalter bis heute vorstellt.

„Wir freuen uns, dass wir mit dieser partnerschaftlichen Zusammenarbeit authentische Bierhistorie unserer Region wissenstief und anschaulich vorstellen können“, sagte Landrat Dr. Karl Schneider bei der Vorstellung der Ausstellung in der Brauerei C. & A. Veltins. Das Jahr 2024 ist für das Museum im Herzen Westfalens Anlass genug, weil dann Veltins als eine der größten Braustätten Deutschlands ihr 200-jähriges Jubiläum feiert.

 

Museumsteam arbeitet mit voller
Energie am Ausstellungskonzept

 

„Es ist für uns eine Herzensangelegenheit, unweit unserer Wurzeln die historische Biertradition und brauwirtschaftliche Entwicklung bis heute anschaulich vorstellen zu können“, so Veltins-Generalbevollmächtigter Michael Huber. „Es gibt keinen schöneren Ort, als in den einladenden Räumlichkeiten des Sauerland-Museums in der Arnsberger Altstadt ein solch publikumsattraktives Thema zu inszenieren.“ Tatsächlich arbeitet das Team des Sauerland-Museums bereits seit über einem Jahr daran, die konzeptionellen Weichen zu stellen, um einen geschichtlichen Überblick über die sauerländische Biertradition zu geben. „Wir wollen die vielen Facetten, die das Bierbrauen auf handwerklicher Seite bedeutet, ebenso beleuchten wie die sauerländische Geselligkeit auf Festen und in der Gastronomie“, so Museumsleiter Dr. Oliver Schmidt. Alles greife in der Region seit Jahrzehnten ineinander und sei untrennbar miteinander verbunden.

 

Zum Jubiläum öffnet das Brauerei-
archiv mit authentischen Exponaten

 

Die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem Sauerland-Museum und der Brauerei C. & A. Veltins beinhaltet eine umfangreiche Aufarbeitung der geschichtlichen Entwicklung. Dazu öffnet das Traditionsunternehmen sein Brauereiarchiv und wird mit einer großen Anzahl an Exponaten zur Authentizität beitragen. Gerade der Aufstieg der Grevensteiner Familienbrauerei vom dörflichen Unternehmen der Nachkriegsjahre zur innovationsfreudigen Premium-Brauerei lässt Aspekte von Reinheitsgebot und Brauhandwerk ebenso in den Vordergrund treten wie die werblichen und vertrieblichen Aktivitäten in den letzten Jahrzehnten. „Bier ist ein demokratisches Getränk, das genussvoll aus der Mitte der Gesellschaft kommt und fest verankert ist“, so Michael Huber. „Im Sauerland mit seiner ausgeprägten Schützen- und Thekenkultur gehört das frisch gezapfte Pils zum Wohlfühlen unverzichtbar dazu“, ergänzt Landrat Dr. Karl Schneider.

Sauerländisches Pils löste
Dominanz der Dortmunder Biere ab

 

Das war nicht immer so. Erst in den sechziger Jahren gelang es der sauerländischen Brauerei, aus deren Sudkesseln bereits seit 1927 Bier Pilsener Brauart fließt, die einst dominierenden Dortmunder Brauereien in der westfälischen Gastronomie nach und nach abzulösen. Die Brauerei C. & A. Veltins beschritt diesen Erfolgsweg über eine ausgesprochene Gastronomietreue, die letztlich einen wertschätzenden Imagefaktor bedeutete, der auch heute noch den guten Ruf der Grevensteiner Brauerei ausmacht. Hinzu kommt, dass die Export-Biere der Dortmunder Brauereien damals erst aus dem Trend gerieten und danach aus der Zeit gefallen waren. Der deutschlandweite Dortmunder Urtyp musste fürs Sauerländer Pils den Platz räumen. Dr. Oliver Schmidt: „Es wird eine spannende Ausstellung, in der man am Ende das Thema Bier fühlen, schmecken und erleben kann!“ Der Ausstellungsbeginn ist für März 2024 vorgesehen.


Vom Bett aufs Bike oder direkt in die Wanderschuhe: Jugendherbergen – so wie diese in Brilon – sind eine gute Adresse für Outdoor-Fans

 

 

Aktivurlaub in der Jugendherberge

Wanderschuhe an, Rucksack auf, los geht’s! Früher wie heute sind Jugendherbergen eine gute Adresse für (Rad-) Wanderer und Outdoor-Fans. Kein Wunder, blicken der Sauerländische Gebirgsverein und das Deutsche Jugendherbergswerk doch seit mehr als 110 Jahren auf eine gemeinsame Geschichte zurück. Ungezwungen, locker, modern – und jede Menge Möglichkeiten zum Plauschen, Relaxen oder Spielen: Viele der 29 Jugendherbergen in Westfalen-Lippe liegen an den schönsten Wanderrouten der Region und sind für Familien, Gruppen und Einzelreisende die perfekten Startpunkte für erlebnisreiche Outdoor-Tage. Eine Auswahl:

Urlaub vor der Haustür:
Entspannte „Wandertage“ im Sauerland

 

Frisch renoviert, mitten im Grünen und eine 1a-Lage für Aktivsportler: Direkt an der Jugendherberge Brilon liegt der Rothaarsteig, Mountainbiker starten an der Herberge in die Trailgrounds. Tipp für Familien mit kleineren Kindern: Der drei Kilometer lange, kinderwagengerechte Briloner Waldfeenpfad. Auch um die top-moderne Jugendherberge Winterberg ist die Liste der Möglichkeiten mit Wandern, Mountainbiken, Klettern und – natürlich – Wintersport lang. Spektakulär: Das Wochenend-Programm „Bergsee-Adventure“, bei dem Familien mit der Seilrutsche über den See fliegen. Unter winterberg.jugendherberge.de gibt’s für Ende August noch freie Plätze. Auch die Jugendherberge Rüthen liegt idyllisch und ruhig und ist ein idealer Ausgangspunkt für Tagesausflüge. Am See, auf der Burg oder im Wald: Im Sauerland gibt es 10 Jugendherbergen.

 

Kultur und Natur
im Ruhrgebiet

 

Am Rande des Ruhrgebiets, direkt in der City und doch mitten im Grünen: Die Jugendherberge Hagen liegt nicht nur am RuhrtalRadweg, sondern auch am Wander-Pendant Ruhrhöhenweg, die beide das Sauerland mit dem Ruhrpott verbinden. Idylle und Industriekultur finden Wander- und Kulturfans auch rund um die Jugendgästehäuser Dortmund und Bochum. Beide Herbergen liegen an der berühmten „Route der Industriekultur“. Tipp: Halden-Hopping in Bochum. Auf den ehemaligen Abraumhalden des Steinkohlenbergbaus sind grüne Kultur- und Freizeitlandschaften entstanden, etwa die bekannte Tetraeder-Halde. Dabei ist das Jugendgästehaus Bochum mit komfortablen Zimmern, vielen Serviceangeboten und der zentralen Lage in der Ausgehmeile  „Bermuda3Eck“ der ideale Ausgangspunkt  für Entdeckertouren im Pott.

 

Tipps für den Teutoburger Wald
und Ostwestfalen-Lippe

 

Mit Bielefeld, Detmold, Horn-Bad Meinberg, Tecklenburg und Rheine liegen gleich fünf Jugendherbergen an einem der bekanntesten Wanderwege Deutschlands, dem Hermannsweg. So ist es von der Jugendherberge Detmold ein Katzensprung bis zum Hermannsdenkmal. Und die Externsteine liegen in Spazierweite von der Jugendherberge Horn- Bad Meinberg, die mit nagelneuen Familienzimmern und neuer Ausstattung nun noch attraktiver ist. Die Jugendherberge Petershagen liegt nicht nur traumhaft schön direkt an der Weser, sondern natürlich auch am dazugehörigen WeserRadweg. Früher war der „Besselsche Hof“ Sitz des Adels. Heute können Sportbegeisterte und Naturliebhaber hier in stilvollem Ambiente residieren. Übrigens: Alle Jugendherbergen in Westfalen-Lippe sind „bett&bike“ zertifiziert und erfüllen Qualitätskriterien, die auch Wanderer schätzen.